Broschüre

 

Broschüre neu

 

Broschüre_aktuell

 

Gutscheinkalender 2017

 

Luther 2017

Luther 2017

Flyer Städtebund Elbe-Elsteraue

 

 

 
Link verschicken   Drucken
 

Leben & wohnen

Leben und wohnen
Die Region Jessen liegt im Dreiländereck von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg am Unterlauf der Schwarzen Elster. Die Elbe bildet auf mehreren Kilometern die natürliche Grenze zur Dübener Heide. Ausgehend von den Ausläufern des südlichen Flämings bis zu den Elbniederungen findet man eine abwechslungsreiche und gut erhaltene natürliche Landschaft, in der sich Wiesen- und Ackerflächen sowie Kiefern- und Mischwälder abwechseln.

Glücksburger HeideIm Norden erstreckt sich über weite Teile das Naturschutzgebiet Glücksburger Heide. Mit einer groß angelegten ABM wurden die Überbleibsel der jahrzehntelangen militärischen Nutzung beseitigt und man kann heute ausgedehnte Rad- und Wanderwege nutzen, um sich von der Schönheit und Weite der Glücksburger Heide zu überzeugen. Beeindruckend ist dies vor allem während der Blüte des Heidekrautes.
Flussabwärts von Jessen findet man das Naturschutzgebiet „Untere Schwarze Elster“ und flussaufwärts in Richtung Schweinitz die Naturschutzgebiete „Kuhlache u. Ritterburg“. Sie repräsentieren eine Auenlandschaft, in der das Flussbett der Schwarzen Elster auf weite Strecken hin begradigt wurde, die Verbindung zu zahlreichen alten Flussschlingen aber teilweise noch gegeben sind und zeichnen sich durch ihren Artenreichtum an Kleintieren aus.
Eine Besonderheit bildet der Bestand uralter Maulbeerbäume an der Schwarzen Elster sowie der in allen größeren und vielen kleine­ren Gewässern stark verbreitete Elbe-Biber. Ein weiterer schöner Landstrich ist das Elbaltwasser von Klöden über Kleindröben bis Gehmen und das Naturschutzgebiet „Klödener Riss“, wo besonders viele Vogelarten beheimatet sind. In der in ihrer Vielfalt abwechslungsreichen Landschaft der Region Jessen zwischen dem „Busch“ im Norden und der „Aue“ im Süden findet der Besucher Erholung und Entspannung.

Infrastruktur

Gymnasium samt Turnhalle mit dahinterliegender JahnsportanlageNach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 ist Jessen wieder zum Land Sachsen-Anhalt zurückgekehrt. Der politische und ökonomische Strukturwandel hat spürbare Verbesserungen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gebracht. Das Angebot und die Qualität von Waren und Dienstleistungen wurden wesentlich verbessert. Der Stadtrat der Stadt Jessen legte in seiner 1. Sitzung ein Rahmenprogramm fest. Darin enthalten war als Erstes die Fertigstellung der B 187, der Umbau des Seniorentreffs und vor allem die Modernisierung unserer Schulen samt Turnhallen in Jessen, Schweinitz und Seyda. Auch im Freizeitbereich wurden sofort Leistungen erbracht, so der Umbau des Sportplatzgebäudes und der Sportanlagen.
Neu entstanden sind in den folgenden Jahren u.a. das Gymnasium mit Sporthalle, neue Kindergärten in den Ortsteilen Jessen, Grabo, Battin sowie eine neue Kita in Seyda und Holzdorf. Durch den Umbau der Kindereinrichtung „Knuds Kinderland“ wurde die Integration behinderter Kinder ermöglicht. Zu den positiven Veränderungen gehören weiterhin u.a. die Erneuerung bzw. der Ausbau einer Vielzahl von Straßen in allen Ortsteilen, die Verbesserung der Wohnbedingungen durch Investitionen der kommunalen Wohnungswirtschaft GmbH Jessen sowie der Wohnungsgenossenschaft. Eine Vielzahl von Bauvorhaben wie z.B. der Neubau des Feuerwehrdepots Jessen, Neubau des Busbahnhofs, die vollständige Restaurierung bzw. Neugestaltung des Schlosses zum Verwaltungssitz der Stadt, der Neu- und Ausbau des Altenpflegeheimes sorgten gerade in den 90iger Jahre für einen baulichen Aufschwung. Eine Weiterentwicklung erfuhr die Stadt Jessen (Elster) mit dem Neubau der erst 2013 errichteten Sport- und Mehrzweckhalle. Mit diesem Bauvorhaben wurden für die Schüler der Sekundarschule sowie für Vereine unserer Stadt optimale Rahmenbedingungen geschaffen. Radwanderweg entlang der Glückburger HeideDer Ausbau der Glücksburger Heide und die Anlage eines umfangreichen Rad- und Wanderwegenetzes sowie die allgemeine Begrünung Jessens haben das Erscheinungsbild verschönert. Das Engagement der Stadt für die Verbesserung der Infrastruktur hat ebenfalls sichtbare Fortschritte gebracht. Durch Bereitstellung erschlossener Flächen ist die Ansiedlung neuer Betriebe gefördert worden. So errichteten in den vergangenen 5 Jahren die agratec Biogaskraftwerk Jessen GmbH, die Leipziger Handelsgesellschaft für Werkzeuge mbH sowie die United Food Technologies International S.A.L. und die ATTILUS GmbH im Gewerbegebiet ihre Werkshallen.    
Große Aktivitäten wurden auch in den Unternehmen zur Modernisierung bzw. Neueinrichtung des alten Betriebe sowie im Bau und Investitionssektor entwickelt. Als Beispiel sind neben der lebensmittelverarbeitenden Jütro Tiefkühlkost GmbH & Co. KG, der käseproduzierenden Elsterland GmbH sowie der Himmelsberger Mineralbrunnen GmbH auch Betriebe des metallverarbeitenden Gewerbes wie die Edelstahl Gießerei Zentare GmbH, Preuß Metallverarbeitung GmbH und die Stanztechnik Jessen GmbH zu nennen.

Ausflugsziele

Wer gerne Radtouren unternimmt und wandert ist in Jessen an der richtigen Stelle. Durch ein weit verzweigtes, neu angelegtes Wegenetz, das beste Radfahr- und Wandermöglichkeiten bietet oder beschauliche Kremserfahrten, bzw. einen Ritt auf den bestehenden Reitrouten, wird zur Entdeckung des Gebietes eingeladen. Zu empfehlen sind beispielsweise die Wanderwege bei den Arnsdorfer Bergen nördlich der Stadt.               
Fachwerkkirche in KremitzBesucher müssen auf jeden Fall einmal den 133 Meter hohen Himmelsberg, die Hirtenwiese und den ehemaligen Kohlenschacht gesehen haben. Erholung verspricht die Nähe zur Glücksburger Heide, welche mit knapp 7.000 Hektar ein großes Naherholungs- und Landschaftschutzgebiet im Norden des Stadtgebietes darstellt. Auch Angler kommen in der gewässerreichen Umgebung voll auf ihre Kosten. Aktivitäten für Jung und Alt versprechen außerdem der Tierpark Jessen-Süd oder der Schlosspark Hemsendorf. Kulturinteressierte können sich in Jessen bei einem Stadtrundgang auf die Spuren der Geschichte machen. Zu erkunden gibt es etwa den historischen Marktplatz, die Pfarrkirche St. Nikolai und St. Marien, das Schloss Jessen, die Amtshäuser Seyda und Schweinitz sowie die Dorfkirchen Gorsdorf, Kleindröben und die Fachwerkkirche in Kremitz.                       

Die Tradition des Wein- und Obstanbaus in der Region Jessen

Der Weinbau auf den Jessen - Schweinitzer Bergen lässt sich bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Die erste urkundliche Erwähnung vom Weinbau besteht aus dem Jahre 1420. Seine Blütezeit erreichte er im 15. und 16. Jahrhundert. Der Weinbau (300 ha Anbaufläche) erfreute sich der Förderung der sächsischen Landesherren. Zu den ausgedehnten Festmahlen in den Jagdschlössern wurde der einheimische Wein gereicht. Auch Martin Luther war ein Freund des Jessener Weines. Der „Gorrn“ war der Hauswein des Sächsischen Hofes. Kurfürst Christian erließ 1581 als Arbeitsanweisung für die hiesigen Winzermeister eine „Churfürstlich Sächsische Weingebürgsordnung“.
WeinrebenNach 1990 begann ein Neuanfang. Heute bauen Frank und Ingo Hanke vom Weingut Hanke auf 14 ha die Sorten Müller –Turgau, Kerner, Regent, Riesling, Weißburgunder, und die Rotweine Spätburgunder Traminer und Schwarzriesling an und die Kelterei erfolgt im eigenen, mit moderner Technik ausgestattetem Keller. Familie Andrea und Guido Zwicker, aus dem traditionellen „Döbelts Weinausschank“ stammend, bauen auf einer Fläche von ca. 1 ha die Rebsorten Müller-Thurgau, Riesling und Kerner sowie die Rotweine Portugieser und Dornfelder an. Von der guten Qualität des Weines mit seinem ganz besonderen Bukett kann man sich ganzjährig im Weingut Hanke oder Weinhaus Zwicker überzeugen.

Ein weiteres Weinanbaugebiet von ca. 5 ha befindet sich im Ortsteil Kleindröben. Bereits im 12./13. Jahrhundert bauten hier Mönche den Rebensaft an. Nach einigen Jahrhunderten wurde die Kelterei eingestellt und erst 1984 legte die damalige Gärtnerei Klöden einen Weinberg an. Jetzt werden auf der „Katzenzehe“ vorwiegend die Sorten Müller – Thurgau, Weißburgunder, Ruländer und Riesling von der Agrargenossenschaft Kleindröben angebaut. Am ersten Sonntag im Oktober feiern die Kleindröbener ihr Weinfest, bei dem Dankeschön an all die vielen fleißigen Helfer gesagt wird.

Auch den Obstanbau gibt es seit vielen Jahrzehnten in unserer Stadt und ein an diese Tradition erinnernder Obst- und Weinweg lädt zum Spaziergang ein. Entlang des Wanderweges gedeihen neben Wein auch Äpfel, Kirschen, Pfirsiche und Erdbeeren, und wer auf dem Weg Appetit auf frisches knackiges Obst bekommen hat, kann sich beim Obsthof Zwicker damit versorgen.

Jessener WeinpresseDer Obstbau wird seit Jahrzehnten auf den Arnsdorf- Jessen- Schweinitzer Bergen betrieben. In den früheren Jahren, vorwiegend privat betrieben, dominierten neben den gängigen Obstsorten große Himbeer- und Pfirsichflächen. Vor und in den 80er Jahren befand sich der Obstanbau in seiner Blüte, so wurde 1988 auf 300 ha angebaut. In den letzten Jahren ist die Anbaufläche auf ein Viertel geschrumpft. Die gerodeten Flächen werden nun teilweise wieder mit alten hochstämmigen Sorten aufgewertet. Dadurch wechseln die Flächen des Intensivobstbaus mit denen althergebrachter Anbauarten, was den besonderen Reiz des Gebietes ausmacht. Über den Obst- und Weinweg erreicht man die Weinbau-Ausstellung, die eine umfangreiche Sammlung rund um den Wein beinhaltet. Sie befindet sich auf dem Weingut Hanke. Auch die beiden historischen Weinpressen an der B 187 in Jessen und Schweinitz weisen auf die jahrhundertealte Weinbautradition hin.